Dietramszeller Bauausschußsitzungen 2002

Dietramszeller Bauausschußsitzungen 2002

Bauausschußsitzungen Dietramszell, alle Berichte des Jahres 2002Hinweise zur NavigationWie Sie sich auf dieser Seite zurechtfinden: Der jeweils aktuelle Bericht steht am Seitenanfang – die Reihenfolge ist somit absteigend chronologisch.Wie Sie zu den Sie interessierenden Berichten gelangen:

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Auftragsvergaben fürs Schulhaus – Öko-Akademie – KiGa Ascholding

Kein Bericht – nur Tagesordnung und Abstimmungsergebnisse

Gut Schlickenried:Paketzustelldienst erneut abgelehnt – Öko-Akademie

Peretshofen: Flugbetrieb und Bürgergedanken zur Abwasserbeseitigung

1. Ökologisches Tagungshaus Linden GmbH, Nutzungsänderung Sauna

in 2 Zimmer, Werkstatt/Schuppen in eine Sauna, Einbau eines Hausmei- sterappartements 5:02. Schwarzenberg Sepp, Hechenberg, Einbau eines Aufzuges im Gasthaus

Moarwirt in Hechenberg 5:03. Holmer Jörg-Olav und Ines, München, Umbau eines Wohnhauses in Obermühltal 6:04. Iglhaut Anneliese

, Penzberg, Errichtung eines Satteldaches auf der be- stehenden Flachdachgarage in Schönegg 6:05. Zwick Richard, Peter und Albert, Schönegg, Antrag auf Vorbescheid

zum Neubau eines Einzelhauses mit zwei familiengerechten Wohnungen und Ausbau des Dachgeschosses 1:5, s. Bericht6. Kastenmüller Franz, Ascholding, Anbau einer Garage 6:0

7. Kürzinger, Ascholding, Anbau eines Wintergartens 6:08. Mayer-Hainz Elisabeth, Kleineglsee, Erweiterung des bestehenden Rin-

derstalles m. Futter- u. Rauhbereich, sowie Neubau e. Jauchegrube 6:09. Brunner, Hans u. Elfriede, Ascholding, Anbau eines Wintergartens 6:0

Auftragsvergabe für verschiedene Gewerke für Sanierungs- und Umbaumaßnah- men im Schulhaus Bau D

Die nötigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Bau D der Dietrams- zeller Schule können beginnen: Der Bauausschuß beschloß die Auftragsver- gabe für die in verschiedenen Branchen durchzuführenden Arbeiten an die

jeweils günstigsten Anbieter. Das Gesamtvolumen der vergebenen Arbeiten beträgt rund 45.000 Euro.Schwer fielen den Bauausschuß-Mitgliedern die Entscheidungen allerdings nicht,

denn ihr Handlungsspielraum ist arg begrenzt: Das niedrigste Angebot muß nor- malerweise angenommen werden; nur in Ausnahmefällen darf ein ortsansässiger

Anbieter begünstigt werden – daß das allerdings kein Wolfratshausener sein kön- ne war klar (er hatte in diesem Falle das zweitgünstigste Angebot eingereicht).

Zum Bedauern von Bauamtsleiter Andreas Haindl waren in einigen Teilbereichen nur zwei Angebote abgeben worden und in einem anderen ein drittes, günstigeres

erst mit ein paar Stunden Verspätung, so daß es nicht mehr berücksichtigt wer- den durfte – auch hier waren der Gemeinde die Hände gebunden.Während private Baupläne und die nun endlich nachgereichten der Öko-Akade-

mie genehmigungsfähig waren, veranlaßte der von Richard Zwick und seinen Söhnen beantragte Vorbescheid zu ihrem Bauvorhaben doch einige Diskussion.

Die Antragsteller wollten für sich eine ähnliche Überschreitung der im Bebau- ungsplan vorgegebenen Geschloßflächenzahl erreichen wie bei den Nachbarn gesehen – doch bei der Berechnung schieden sich die Geister: Während die

Zwicks auf eine Geschloßflächenzahl von 0,23 kamen, wurde im Rathaus für ihren Plan eine solche von 0,45 ermittelt. Vorgegeben sind 0,16, von den Nach- barn (laut den Antragsstellenden) realisiert bis zu 0,33.

Zur Erläuterung für Nicht-Bauherren: Die Geschoßflächenzahl gibt das

Verhältnis der überbauten Fläche (auch mehrgeschossig) zur Grundstücksfläche an; mit 100 multipliziert erhalten Sie den prozentualen Anteil. Zwei Beispiele in einfachen Zahlen: Haben Sie ein Grundstück von 10 x

10 m = 100 m² und errichten auf der Gesamtfläche ein vierstöckiges Wohnhaus, dann kommen Sie auf eine Geschloßflächenzahl von 4. Erstellen Sie auf dem- selben Grundstück nur eine eingeschossige Hütte mit den Maßen 5 x 5

m = 25 m², dann beträgt die Geschloßflächenzahl 0,25.

Dr. Ulrich Gruber (Grüne) befand dann auch, daß man „im Vergleich zur Bebau-

ung da oben“ eigentlich gegen die Vorstellungen der Antragssteller „nicht viel sa- gen“ könne. Auch der 2. Bürgermeister Hans Demmel (CSU) und die restlichen

Mitglieder des Bauausschuß zeigten sich verständnisvoll, folgten aber Demmels Vorschlag, daß die Zwicks im Einvernehmen mit der Gemeinde eine neue Form ihres Vorbescheid-Antrages erarbeiten sollen.

Unter „Verschiedenes“ wurde noch bekannt gegeben, daß eine Begehung der Ascholdinger Kindergärten durch einen Sachverständigen stattgefunden habe. Dieser habe „keine konkreten Verdachtsmomente“ für eine PCB-Belastung ge- funden.Der Bitte des Bauhofs, bei der Kläranlage ein Feldstadl für die Unterbringung von Gerätschaften zu errichten, wurde entsprochen und ein Bauplan in Auftrag gegeben.zum Anfang

Falter Josef, Unterleiten – Ausbau einer Betriebswohnung am bestehenden Gewerbegebäude zurückgestellt

Kantschuster Elisabeth, Linden – Tektur z. Unterkellerung d. Garage 8:0

Nothen Michael u. Waltraud, Ascholding – Ausbau einer im Wohnhaus integrierten Garage zu Wohnzwecken 8:0

Feichtmair Rosa, Schönegg – Erweiterung des bestehenden Wohnhauses im Erdgeschoß u. im Dachgeschoß, Ausbau im Dachgeschoß d. Garage 8:0

Obermüller Hans, Untermühltal – Anfrage auf Erteilung der Genehmigung zum Verlegen eines Baches (Zellbach) zurückgestellt – Ortsbesichtigung

Kolacny Peter, Schönegg – Anbau einer Doppelgarage 8:0

Errichtung eines Bildstockes zwischen Linden und Lochen 8:0 s.u.

Stromanschlußvertrag für Abwasserpumpstation Ascholding s.u.

Planungsauftrag für Wasserbaumaßnahmen in Zellbach und Unterleiten 8:0

Auffahrt nach Trischberg – Wasserrinnen s.u.

Zufahrt zum Anwesen von der Thann – Wegewidmung keine Entscheid.

Ökologisches Tagungshaus Linden; verschiedene Umbauten – Info. s.u.

Zum Bildstock: Die Gemeinde stellt den Grund zur Verfügung, der Bauantrag wird nachgereicht.Zum Stromanschlußvertrag: Erledigt durch Gemeinderatsbeschluß.Zur Auffahrt nach Trischberg: Mögliche Alternativen sollen von einem

Ingenieurbüro aufgezeigtwerde.Zur Öko-Akademie: Die Nachreichung der Bauanträge wurde angekündigt.zum Anfang

• Peiß Johanna und Peiß-Berghammer Manfred, Schönegg, Antrag auf

Vorbescheid zum Neubau eines Doppelhauses mit Garagen 8:0 • Kanzler Hubert,

Schönegg, Neubau eines Abstellraumes mit Holzlege 8:0 • Kleeblatt Hans und Helene, Linden, Antrag auf Nutzungsänderung des

ehemaligen Stallgebäudes in Schlickenried für gewerbliche Zwecke s. Bericht • Firma DTM GmbH, Hechenberg, Antrag auf Vorbescheid zum Neubau ei-

nes Zweifamilienhauses mit Garagen als Ersatzbau 8:0 • Thalhammer Josef, Erlach, Abbruch des Querstadels und Neubau eines Laufstalles 8:0

• Schapperer Marianne, Lochen, Einbau einer Wohneinheit in der bestehen- den Tenne 8:0

2. Abwasserbeseitigung Ascholding Auftragsvergabe für die elektrotechnische Ausrüstung im Punpwerk3. Kindergarten Ascholding II Antrag auf Durchführung von Raumluftmessungen in Bezug auf PCB4. Antrag der Grundanlieger auf Sanierung des Weges zu den Rottwiesen in Manhartshofen

5. Pfarrer-Zintl-Weg, Ascholding, Freihaltung des Wendehammers für Ret- tungsfahrzeuge – Schreiben Maier Josef jun.6. OrtsbesichtigungenBericht:Erneut gescheitert ist das Ehepaar Hans und Helene Kleeblatt mit seinem

Antrag auf Nutzungsänderung des ehemaligen Stallgebäudes, um als Nach- mieter dort die Firma Termin-Expreß-Logistik GmbH unterbringen zu kön- nen: Einen Paketzustelldienst will die Gemeinde trotz vorgeblicher neuer

Fakten nicht auf Gut Schlickenried haben.Die Antragsteller versuchten mittels eines Schreibens des Vormieters darzulegen, daß sich das Verkehrsaufkommen sogar vermindern würde und daß es vorher

keine Beschwerden gegeben habe. Dies verwies Bürgermeister Benno Lichten- egger jedoch ins Reich der Fabeln: Die ihm vorgetragenen Klagen seien sogar „sehr zahlreich“ gewesen und von ihm stets weitergeleitet worden, das Schreiben

sei also eine reine Gefälligkeit, stellte er fest.Der Gemeinderat hatte sich im vergangenen Jahr bereits zweimal sehr ausführlich mit dem Anliegen der Familie Kleeblatt befaßt (wir berichteten von den Sitzun- gen am 11.09.01 und 23.10.01

), so daß sich der Bauausschuß nunmehr kurz fassen und mit 8:0 Stimmen auf den ablehnenden Beschluß vom letzten Oktober verweisen konnte.

Als „rotzfrech“ stufte Lichtenegger die Presseerklärung des Mitbesitzers der Öko-Akademie Linden Reinhard Rade ein, in der dieser nicht nur den Pächtern eigenmächtige Um- und Schwarzbauten sowie Abholzaktionen

vorwirft, sondern auch ihm unterstellt, daß er „beide Augen“ zudrücke.Er informierte die Ausschußmitglieder, daß er selbst bei der Versteigerung des

Geländes Rade auf fehlende Bauanträge aufmerksam gemacht habe und das alle folgenden Veränderungen zwischen Eigentümern und Pächter abgesprochen worden seien. Bauanträge müsse der Eigentümer (also Rade) einreichen, nicht die

Gemeinde, erinnerte er.Kontrovers diskutiert wurde der Antrag auf PCB-Messungen im Kindergarten Ascholding II (im Hallenbad): So liegt zwar der Gemeinde eine Stellungnahme vor,

nach der in dessen Räumen keine PCB zu erwarten seien, doch meinten mehrere Mitglieder des Gremiums, daß man gleich in beiden Kindergärten Messungen veranlassen sollte, um die Betroffenen zu beruhigen. Der Bürger- meister

bekundete zwar, es täte ihm „in der Seele weh, wenn wir Geld zum Fenster rauswerfen“, da aber auch ein Gutachten ohne Messungen Kosten verursachen würde beschloß man, zunächst einen Kostenvergleich einzuholen.

Die Anlieger des Weges zu den Rottwiesen in Manhartshofen wurden aufgefor- dert, gemeinsam ihre Vorstellungen dazu präziser zu formulieren. Einem Hinweis auf die notwendige Freihaltung des Wendehammers im Ascholdinger Pfarrer-

Zintl-Weg soll durch Abhaltung einer Feuerwehrübung Nachdruck verliehen werden.zum Anfang

Übersicht:Pelletsmühler StraßeAntrag Florian v. Schilcher auf Sperrung des Weges gem. Bebauungsplan 8:0Naturschutzrecht

Verlängerung der Genehmigung für Außenstarts- und -landungen für Hängeglei- ter in Peretshofen 8:0Bauanträge* Fagner Florian, Schönegg, Erweiterung der bestehenden Maschinenhalle 8:0* Bachmeier Thomas und Bianca, Schönegg, Neubau eines Zweifamilienhau-

ses mit Gewerberäumen und Garage 8:0* Lautenbacher Josef jun., Ascholding, Erweiterung des Gasthofes sowie Um- gestaltung bestehender Fassaden 8:0* Braun Alois

, Großeglsee, Neubau von vier Garagen und einer landw. Werkstätte 8:0* Mayer Valentin, Berg, Tektur zum Neubau eines Austragshauses mit Maschinenhalle 8:0* Willibald Kilian

, Lenggries, Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung zur Wiederverfüllung 8:0* Seibold Hans, Baiernrain, Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Zwei-

familienhauses mit Doppelgarage (Wiedervorlage) 8:0* Gröbmair Hans, Dietramszell, Rekultivierung alte Kiesgrube 8:0

SchulhausrenovierungAusschreibungsvergabe an Architekt Robert Beham 8:0Bericht:Gut ein Drittel der Zuhörer kam aus Peretshofen und interessierte sich nicht

nur für die Zukunft des Hängegleiter-Flugbetriebs: Die Bürger des Ortes hatten sich auch schon Gedanken gemacht über ihre künftige Ab- wasserentsorgung. Und obwohl im Bauausschuß keine Bürgerfragestunde

vorgesehen ist, konnten sie ihre Ideen auf Vorschlag Bürgermeister Lich- teneggers mit Zustimmung des Gremiums vortragen.Eine Entwässerung über vier Schilfkläranlagen haben die Peretshofener ins Auge

gefaßt – und eine sofortige Beratung darüber in der nächsten Gemeinderats- sitzung schwebte ihnen vor. Hier mußte Benno Lichtenegger die Erwartungen jedoch dämpfen: Zunächst müsse mit den Beteiligten geklärt werden, unter

welcher Trägerschaft das Projekt realisiert werden soll, Anbieter, Kosten, Alternativen und einiges mehr geprüft werden, bevor eine Behandlung im Gemeinderat sinnvoll sei, erläuterte er und versprach eine umgehende Termin-

absprache für erste Gespräche im „kleinen Kreis“ der Betroffenen.Peretshofener Wünsche hinsichtlich der Genehmigungsverlängerung für den Hängegleiter-Flugbetrieb kamen dagegen sofort zum Tragen. Auf Lichteneggers

Frage an die Anwesenden, welche Stellungnahme die Gemeinde gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde (Landratsamt) abgeben solle, wurde vor allem gefordert, daß dem wilden Parken der Flieger ein Riegel vorgeschoben werde.

Bauausschußmitglied Anton Miller (CSU) erhob zusätzlich Bedenken gegen eine unbefristete Verlängerung der Flugbetriebsverlängerung. Unter Berücksichtigung dieser Punkte stimmte das Gremium der Genehmigungsverlängerung zu.

Die sämtlich gut ausgearbeiteten Pläne erforderten keine Diskussionen und konnten im Sinne der Antragsteller schnell beschieden werden. Und wohl weil

alles so glatt über die Bühne lief, erhielt einer sogar mehr als beantragt: Die Firma Willibald aus Lenggries hatte wegen des verregneten Septembers 2001 und des

frühen Wintereinbruchs die Wiederverfüllung ihrer Kurzzeitkiesgrube bei Bairawies nicht rechtzeitig bewerkstelligen können – statt der beantragten Fristverlängerung bis zum 30.03. wurde ihr der Termin 30.06.2002 zugestanden.zum Anfang